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Rot, Rosarot, Dunkelrot….

…eine Farbe, viele Töne und noch mehr Möglichkeiten!

FARBINSPIRATION

by Anna, 06.12.2016

 

Nicht durch Zufall ist Rot die meist verwendete Farbe für Warn- oder Stoppschilder. Denn diese Farbe ist nicht zu übersehen. Rot leuchtet. Rot fällt auf.

Mitte des 19ten Jahrhunderts wurde Rot zur großen Mode im Esszimmer – Seitdem hat die Farbe in allen Wohnbereichen Karriere gemacht. Ob als einladende Farbe im Eingang oder Flur, als kräftige Akzentwand oder leuchtenderes Rot auf Accessoires und Möbelstücken. Rot ist gewagt – aber immer noch hip! Aktuell sieht man besonders bei Designermöbeln wieder viele Rost- und warme Rottöne!

 

 

 

 

 

Ganz einfach ist das Arbeiten mit der Farbe allerdings nicht.

Rote Wände oder Möbel wirken auf den Betrachter sehr verschieden. Die einen empfinden einen Ton als warm und gemütlich, den andere eher als bedrückend oder dumpf beschreiben würden. Die einen lieben helle Rottöne als „Hingucker“, die anderen beschreiben solche Töne als „schreiend“ oder gar „aggressiv“. Rote Farbtöne sind auf jeden Fall Geschmackssache!

Im Gegensatz zu weiß, beige oder auch grau-blau Tönen, kann man mit Rot auch nur schwer ein monochromes, also nur aus verschiedenen Rottönen bestehendes Farbkonzept erstellen.

Nachfolgend ein paar Hintergründe zu der vielseitigen Farbe und Tipps wie und wo man Rottöne am besten einsetzt:

 

 

Rot mit anderen Farben kombinieren

 

Eine rote Vase, ein Rosenstrauß oder ein rotes Möbelstück – in kleinem Ausmaß verwendet, kann Rot der entscheidende Farbtupfer in einem Farbkonzept sein!

Wenn ein Raum insgesamt eher ruhig, zum Beispiel in hellen Grau- oder Beigetönen gehalten ist, kann ein solcher Farbakzent den gewissen „Kick“ bringen. Hinzu kommt, dass ein roter Farbklecks oft als Orientierungshilfe für unser Auge dient. Wir suchen geradezu nach solch einem Punkt im Raum! Wenn man zum Beispiel ein aquafarbenes oder hellgraues Wohnzimmer betritt, freut man sich über die roten Kissen auf dem Sofa oder auch nur einem roten Blumenstrauß.“ Umgekehrt kann Rot alleine schnell überwältigend wirken. Diesem Effekt kann man mit Beige-, Sand- und Grautönen entgegenwirken.

 

Natürlich lässt sich dieser satte Farbtton aber auch mit vielen anderen Farben kombinieren. Beispielsweise kann man erdige Rottöne sehr gut mit Textilien in sandigen Gelbs, dezenten Grüns und gebrochenen Blautönen kombinieren und den beliebten‚Ethno-Look‘ schaffen.

Hochglänzendes Rot mit Schwarz erinnert dagegen an chinesische Möbel und so holt man sich mit einer solchen Kombination einen Hauch von Asien in seine vier Wände. Schwarz ist generell eine gute Farbe um Rot etwas abzumildern. Ein warmes Grau, mit einem warmen Rot kombiniert wiederum ist zurückhaltend und trotzdem farbenfroh. Es strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus, und ist dabei trotzdem modern.

 

 

Auch die Komplementärfarbe Grün wird häufig in Kombination mit Rot verwendet, ist aber manchmal ein sehr kräftiger Kontrast, wenn man die reinen Töne nebeneinander stellt. Raffinierter und stimmiger wirkt es daher oft, wenn man abgeschwächte Formen wie Türkis oder Aqua mit Orangerot oder Himbeerrot kombiniert.

 

 

 

 

 

Unterschiedliche Rottöne miteinander kombinieren

Die Farbfamilie „Rot“ bietet uns eine wunderbare Spannbreite von Nuancen. Von gelbstichigen, leuchtenden Orange-Rots über Terracottatöne bis hin zu bläulichen Bordeaux- und Himbeerrottönen – die Palette ist unglaublich vielschichtig.

Eine Kombination der unterschiedlichen Nuancen ist jedoch gar nicht so einfach – anders als unterschiedliche Blautöne- da sich beispielsweise Rost- und Himbeerrot sehr schnell beißen können. Wer innerhalb der Farbfamilie Rot kombinieren möchte sollte das also im Hinterkopf behalten. Man kann in Form von Bildern, Kissen oder anderen Wohnaccessoires, die verschiedene Rotnuancen enthalten, einen harmonischen Übergang verschiedener Rottöne schaffen. So wirkt auch diese Mischung gekonnt und raffiniert. Einfacher ist es, wenn man dabei Rotnuancen innerhalb einer Farbfamilie kombiniert, also entweder warme, gelbliche oder gedeckte, bläuliche Rottöne!

 

 

 

 

Rot als Hintergrund für Kunst

Rot und Grün sind beides beliebte Hintergrundfarben für klassische Kunstwerke. In der Londoner National Gallery sind beispielsweise einige Ausstellungsräume mit dezenten, hellen roten Stoffen bespannt. Besonders Landschaftsbilder mit vielen Grüntönen wirken ausdrucksstärker wenn sie im Hintergrund mit ihrer Komplementärfarbe kombiniert werden.

 

 

 

Herausforderung an ein besondere Farbe: Beleuchtung, Qualität & Deckkraft

Tagsüber absorbieren gelbliche, leuchtende Rottöne gut das natürliche Licht. Das ist anders bei bläulichen Rottönen, die ähnlich viel Licht schlucken wie dunkle Blautöne. Hier sollte man mit künstlicher Beleuchtung nachhelfen und bei der Lichtquelle darauf achten, dass sie warm ist (z.B. 3000 K). Abends wirken rote Räume bei subtiler, künstlicher Beleuchtung aber natürlich auch bei Kerzenschein ausgesprochen warm, gemütlich und angenehm.

Rote Pigmente sind empfindlicher als andere. Man kennt das Problem oft bei Autos, die schneller ausbleichen. Die sogenannte Lichtechtheit entspricht leider auch bei vielen Rottönen nicht den Standards die man von anderen Tönen gewöhnt ist. Rot bleicht bei Sonneneinstrahlung häufig schneller aus als andere Töne. Hinzu kommt, dass leuchtende Rottöne oftmals schlecht decken  – gut deckende Rottöne enthalten normalerweise Weißpigmente, die dann aber wiederum die Leuchtkraft des Farbtones reduzieren. Entweder sollte man sich deshalb bewusst für ein leuchtendes Rot entscheiden und in Kauf nehmen, dass dieses einmal mehr gestrichen werden muss, oder man nimmt einfach ein etwas gedeckteres Rot mit etwas Weißanteil!

 

 

 

 

 

 

Bei roten Wänden fallen Qualitätsunterschiede bei Farben somit besonders auf.

(Das sieht dann sinnbildlich schnell aus wie ein rotes Polyesterkleid, das eigentlich besser in Baumwolle oder Leinen ausgesehen hätte. ) Ein „billiges“ Rot kann schnell zu grell, zu pink, zu aggressiv wirken. Wenn es um Rot geht ist der Auswahl der Farbqualität also besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

 

 

 

 

 

 

 

 

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